Gottlieb Daimler
oder Karl Benz, einer der Beiden ist bestimmt an allem
schuld!

Richtig, es war Gottlieb Daimler der 1885 das erste motorisierte
Zweirad erfand.

Der "Daimlersche Motor-Reitwagen" hatte einen 0,5 PS-Motor
der 700 U/min leistete und
es tatsächlich schaffte, sich selbst von der Stelle zu bewegen.
Diese "Einspurkonzeption"
war nach kurzer Zeit zweitrangig und die beiden Pioniere Gottlieb
Daimler und Wilhelm Maybach widmeten sich gemeinsam dem Automobilbau.
Etwa 10 Jahre später entwickelte die Münchner Firma Hildebrand
& Wolfmüller das
erste Motorrad und schütze diesen Namen lizenzrechtlich.

Dieses "Fahrzeug" hatte für heutige Verhältnisse
wirklich beeindruckende Daten.
Es besaß einen 1,5 Liter-Motor aber auch offenlaufende Pleuel
und eine sog.
Glührohrzündung. Dieses "Ding" war extrem unbequem
und unhandlich in der Bedienung.
Der Fahrer wurde mit jeder Kurbelumdrehung nach vorne katapultiert,
dann zog ein
Gummiband Pleuel und Kolben zurück, bis der nächste Stoß
vom anderen Zylinder kam.
Und wer sich vor Augen hält, wieviel Kraft ein 1,5 Liter-Motor
heute noch in einem
Motorrad entfaltet, der kann sich vorstellen, wie dieses Gerät
fuhr.
Die Lösung kam, als andere Hersteller merkten, wer ein Motorrad
bauen will, muss
das Fahrrad motorisieren. Der Großvater
der Mopeds war geboren!
Allerdings benötigte man leichte Motoren, um die Fahrrad-Rahmen
nicht zu überfordern.
Graf de Dion aus Frankreich bot solche Motoren an, die ab ca. 1897
in Fahrräder eingebaut
wurden. Dieses Konzept wurde von vielen Firmen in Europa kopiert
und es folgte ein regelrechter Zweirad-Boom.

Bis nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs folgte die
Zeit der Fahrradhilfsmotoren. Diese
Fahrzeugklasse war durch den Gesetzgeber immer steuer- und führerscheinfrei.
Dies war der Grund für die grosse Verbreitung. Bis heute werden
Fahrräder mit Hilfsmotoren angeboten, z.B. von Hercules.
In der Wirtschaftswunderzeit der 50er-Jahre war es
dann soweit.
Die ersten Mopeds kamen auf den Markt.
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