Die
80er Jahre oder das Ende der großen deutschen Zweiradhersteller.
In den 80er-Jahren hatten die Japaner es endlich geschafft. Die
Einführung der Helmpflicht für Mofas und die hohen Versicherungsprämien
für die Kleinkrafträder taten das Übrige.
Die ehemals großen Hersteller waren einfach für die
Zielgruppe der Jugendlichen zu teuer geworden. Sicherlich waren
diese Fahrzeug von der Qualität auf dem höchsten Niveau,
aber bei einem Preisunterschied von bis zu 30% hatten man bei der
Zielgruppe keine Chance.

Auch die neugeschaffene Klasse der 80ccm-Maschinen
konnte die Hersteller nicht retten.
Kreidler meldete am 12. März 1982 Konkurs an. Im Herbst 1984
schloss Zündapp die traditionsreiche Firma.
Anfang Februar 1987 stellte Puch die gesamte Zweiradproduktion ein.

Der Roller-Boom erwachte, brachte aber auch die häßlichen
Tupper-Roller mit. Vespa hatte wirklich noch gute Finanzmittel,
da der Fiat-Konzern als jetziger Eigentümer immer für
reichlich Geldspritzen sorgte. Selbst Puch wurde von Piaggio gekauft
und so entstehen unter diesem Namen noch heute Fahrzeuge in der
Toskana und werden weltweit exportiert. Diese haben aber genau so
wenig mit Puch zu tun wie die Roller in den Baumärkten mit
den Traditionsnamen Rex oder Kreidler.

Herkules überlebte ebenfalls, da die Sachs-Werke den ehemaligen
Konfektionär geschluckt hatte.
Aber es gab noch einen deutschen Hersteller, der diese Zeit bis
in die 90er überlebt hat. Viele erraten es kaum, es war die
Firma Simson bzw. das VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk Ernst Thälmann
Suhl. Aber das ist ein andere Geschichte.
Bevor ich mich nun über die Häßlichkeit von Baumarktrollern
und Plastikverkleidungen auslasse, schließe ich an dieser
Stelle lieber mein kleine Reise durch 40 Jahre 50ccm-Geschichte.
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