Schockfarben,
Glimmer und andere schlimme Dinge der 70er.
Die 70er-Jahre war das letzte erfolgreiche Jahrzehnt für die
großen deutschen Hersteller, aber auch für Puch und KTM
aus Österreich. Kreidler und Zündapp pflegten die "männliche"
Zielgruppe, indem Zündapp mit schönen Mädchen und
Kreidler mit sportlichen Erfolgen warb.
Die jungen Schönheiten auf den Titelseiten der Zündapp-Prospekte
waren übrigens
fast ausnahmslos kaufmännische Azubis aus dem Haus. Welch ein
Personalchef! - grins
Es war die Zeit der grellen Farben wie "Speed-Orange".
Aber auch die Zeit der großen
und erwachsenen 50ccm-Maschinen. Zündapp hatte die Wasserkühlung
eingeführt und ließ die Konkurenz alt aussehen.
Kreidler genoß einen wirklich guten Ruf und Hercules war "erwachsen"
geworden.
Die Fahrzeuge erreichten einen Entwicklungstand, der selbst heute
noch bemerkenswert ist.
1976 brach das Zeitalter der Druckgussräder und Kunststoffverkleidungen
an.
In dieser Phase begann, wenn auch für Außenstehende damals
schwer zu erkennen, der langsame Tod dieser Fahrzeugklasse.
Die Japaner versuchten immer wieder auf den Markt zu kommen. Die
Honda CB 50 war mit dem Viertaktmotor wirklich eine schöne
Maschine. Unvergesslich auch die kleinen "Giftzwerge"
von Honda.
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Die Monkey aber auch die Dax sind heute echte Liebhaberstücke.
Oder die Modelle von Yamaha wie die FS1 oder die Enduro DT 50.
Aber es sollte bis in die 80er-Jahre dauern, bis die
japanischen Hersteller das Rennen gewonnen hatten.
Auch Vespa "spielte" noch mit, aber verlor in Deutschland
immer mehr an Bedeutung.
In der "DDR" blühte auch der Markt mit den Fahrzeugen
für den "jungen" Fahrer. Auch wenn die Simson Schwalbe
ein echter Dauerrenner war, so war die S50 auf der Höhe der
Zeit und hätte sich nicht verstecken müssen..
Für mich ist die Zeit der interessanten 50ccm-Maschinen Ende
der 70er-Jahre abgeschlossen.
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